Hygiene oder Diskriminierung? Zwei Versionen prallen aufeinander
Einen Tag später äußerte sich die Hotel-Geschäftsführung schriftlich. Man bedaure den Vorfall, doch lange Stoffbahnen könnten angeblich Reinigungszyklen beeinträchtigen und Filteranlagen belasten. Zudem sei die Badeordnung allen Gästen zugänglich. Auf Social Media wuchs jedoch die Kritik: Zahlreiche Nutzerinnen zeigten Fotos, auf denen Urlauber mit langen Boardshorts und UV-Shirts ungehindert im selben Pool plantschten.
Expertinnen für Bäderhygiene widersprechen der Hotelerklärung deutlich. Moderne Filtrationssysteme seien auf Textilien vorbereitet, und ein Burkini bestehe aus demselben leichten Material wie herkömmliche Badeanzüge. Entscheidend sei das Duschen vor dem Schwimmen – nicht die Stofflänge. Die Diskussion verschob sich damit von der Hygiene- auf die Werteebene.
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